INSTITUT FÜR KOGNITIVE NEUROLOGIE UND DEMENZFORSCHUNG

Beatrice Barbazzeni

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Kognitives Training auf Basis von EEG-Neurofeedback zur Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses bei präklinischer Alzheimer-Krankheit

Gedächtnisstörungen bei der Alzheimer-Krankheit (AD) wurden mit fortschreitender Hippocampus-Atrophie, gestörter Gehirnoszillationsaktivität, verminderter Aufmerksamkeit und Lernmotivation bei der Kodierung neuer Reize in Verbindung gebracht. Obwohl neuropharmakologische Interventionen der wichtigste Ansatz zur Behandlung kognitiver Beeinträchtigungen waren, konnten keine überzeugende Wirksamkeit gezeigt werden, um das Fortschreiten des kognitiven Abbaus zu stoppen. In jüngster Zeit hat die Kombination von kognitivem Training (CT) mit Neurofeedback (NF) gezeigt, dass das Gedächtnis und die oszillatorische Aktivität des Gehirns verbessert wird, insbesondere wenn dies in der frühen Phase der AD (präklinische AD, pAD) angewendet wird. Ebenso wurde die Erwartung einer monetären Belohnung in einer Lernsituation mit der Alpha-Unterdrückung, dem neuronalen Substrat von Aufmerksamkeits- und Erinnerungsprozessen, korreliert. Um das Arbeitsgedächtnis (working memory = WM) in pAD zu verbessern, zielt meine Forschung darauf ab, CT mit EEG-Neurofeedback (EEG-NF) zu kombinieren, um die Alpha-Unterdrückung bei der Durchführung einer monetär belohnten Gedächtnisaufgabe zu trainieren. Die Studie wird die Auswirkungen von Belohnungsanreizen und EEG-NF-Training auf das WM sowie auf die Volumenveränderungen im Hippocampus durch die Implementierung der Hochfeld-Magnetresonanztomographie untersuchen. Das Ziel meiner Forschung ist es, eine neue Methode als neuartiges therapeutisches Instrument zu entwickeln, um die Hochregulierung der EEG-Aktivität, Aufmerksamkeit und Lernmotivation zu verbessern und so das Gedächtnis und die Lebensqualität bei pAD-Patienten zu verbessern.

Letzte Änderung: 06.03.2019 - Ansprechpartner:

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