INSTITUT FÜR KOGNITIVE NEUROLOGIE UND DEMENZFORSCHUNG

News

Erste Nachwuchsforschungsgruppe am DZNE

30.04.2019 -

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft (DZNE) Magdeburg hat seit März 2019 seine erste Nachwuchsforschungsgruppe.

Die Gruppe “Multimodal Neuroimaging” wird geleitet von Dr. Anne Maass, die erst letztes Jahr von ihrem zweieinhalb-jährigen Postdoc aus Berkeley zurückgekehrt ist. Während ihrer Promotion am IKND Magdeburg bei Prof. Dr. med. Emrah Düzel hatte sie zuvor Gedächtnisfunktionen mit Hilfe hochauflösender 7 Tesla MRT Bildgebung untersucht.

Unterstützt durch einen Helmholtz Postdoc Grant ging sie dann nach Berkeley, um im Lab von Bill Jagust den Einfluss von Alzheimer Pathologie auf das Gedächtnis in der Berkeley Alterskohorte zu erforschen. Durch molekulare Bildgebung (PET) unter Nutzung von radioaktiven Tracern kann die regionale Ausbreitung von Tau und Amyloid Proteinen, die auch bei kognitiv „normalen“ älteren Menschen zu finden sind, im lebenden Menschen abgebildet werden.

Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) ermöglicht es andererseits, die Funktion von Gedächtnisnetzwerken im Menschen zu messen. Durch die kombinierte Nutzung beider Bildgebungsmodalitäten zeigte sich, dass Tau und Amyloid sich in verschiedenen Gedächtnisnetzwerken ablagern, was mit spezifischen Gedächtnisdefiziten verbunden war. Am DZNE Magdeburg, will die neue Forschungsgruppe mit Hilfe von molekularer und funktioneller MRT Bildgebung nun besser verstehen, welche Gedächtnisfunktionen im Alter und in neurodegenerativen Erkrankungen gestört sind und welche Faktoren neuronale Plastizität im Alter beeinflussen.

Am 30. April um 13:00 Uhr wird die Gruppe im DZNE bei einem Antrittsvortrag vorgestellt (Haus 64, Raum 121). Die Veranstaltung ist öffentlich (auf Englisch) und Gäste sind herzlich willkommen.

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Start der DZNE Informationskampagne kopfmachen.de

02.04.2019 -

Die Stadt Magdeburg unterstützt das DZNE in seiner Informationskampagne für die Hirnforschung

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Magdeburg startet eine stadtweite Informationskampagne.

Pressefoto DZNE kopfmachen

Foto: DZNE/ Sarah Kossmann Fotografie

Prof. Emrah Düzel, Sprecher des DZNE-Standorts Magdeburg sowie Leiter des IKND, und Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper (rechts im Bild) präsentieren gemeinsam die ersten Kampagnen-Plakate vor dem Rathaus der Stadt Magdeburg.

Magdeburg ist ein international anerkannter Standort für Neurowissenschaften. Ziel der Kampagne ist es, die Bevölkerung auf diese Aktivitäten aufmerksam zu machen und über die Möglichkeit zur Teilnahme zu informieren. „Bürgerinnen und Bürger können durch Mitwirkung an wissenschaftlichen Studien einen wichtigen Beitrag zur Hirn- und Demenzforschung leisten. Mit ihrem Engagement können sie helfen, bessere Therapien gegen Alzheimer und andere Hirnerkrankungen auf den Weg zu bringen“, so Prof. Emrah Düzel, Sprecher des DZNE-Standorts Magdeburg. „Ich freue mich, dass unser Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper für dieses Projekt ein starkes Interesse bekundet und wir tatkräftige Unterstützung vom Team Wissenschaft der Stadt Magdeburg erhalten.“

Informationen zur Kampagne finden sich im Internet unter www.kopfmachen.de. Dort ist es auch möglich, sich für die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien unverbindlich zu registrieren.

Das DZNE erforscht an bundesweit zehn Standorten neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und ALS mit dem Ziel, neue Strategien der Prävention, Therapie und Patientenversorgung zu entwickeln. Das DZNE wurde 2009 gegründet und gehört zur Helmholtz-Gemeinschaft.

 

 

 

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10-jähriges Jubiläum des IKND

07.12.2018 -

Das Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung feiert 10-jähriges Jubiläum!

Zum 10-jährigen Bestehen des IKND fand am 06. Dezember 2018 im Konferenzraum des DZNE ein Jubiläumssymposium statt.

Das Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung ist 2008 aus der Klinischen Forschergruppe „Normale und gestörte kognitive Kontrolle von Gedächtnisfunktionen“ hervorgegangen.

Am IKND werden die Mechanismen höherer kognitiver Hirnfunktionen, wie z.B. Gedächtnis, Motivation, zielgerichtetes Handeln, Entscheidungsfindung und Verhaltenskontrolle erforscht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Erforschung der Störungen dieser Hirnfunktionen im Alter und bei neurodegenerativen Erkrankungen wie dementiellen Syndromen.

Auf der Festveranstaltung hielten neben dem Direktor des Instituts Prof. Dr. Emrah Düzel, auch der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Prof. Dr. Jens Strackeljan und Klinikdirektor der Neurologie des Universitätsklinikums Magdeburg Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze eine Festrede. Anschließend präsentierten zwei ehemalige Doktoranden und jetztige Kooperationspartner des IKNDs die Ergebnisse ihrer herausragenden Forschung.

Dr. Anne Maass, Wissenschaftlerin am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. in Madeburg sowie Dr. David Berron, Wissenschaftler an der Lund Universität in Schweden, hielten zum krönenden Abschluss der Veranstaltung einen spannenden Vortrag.

Impressionen zum 10-jährigen Jubiläum:

 

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Unsere ForscherInnen präsentierten ihre Arbeit auf AAIC

01.08.2018 -

Die Alzheimer's Association Internal Conference (AAIC) ist die weltweit größte und einflussreichste internationale Konferenz zur Förderung der Demenzforschung. Insgesamt 6.500 Teilnehmer, bestehend aus Forscherinnen und Forschern universitärer und außeruniversitärer Einrichtungen, Pharmaunternehmen und anderen Unternehmen, trugen zu einer erfolgreichen Veranstaltung bei. Wissenschaftler der DZNE-Standorte informierten über ihre aktuellen Ergebnisse und neuesten Erkenntnisse durch Vorträge in verschiedenen Symposien oder durch die Präsentation mehrerer Poster. Dieses Jahr haben sieben Forscher des DZNE-Standortes Magdeburg ihre Arbeiten auf der AAIC in Chicago, Illinois, vorgestellt.

 AAIC

Ein Neuroimaging-Symposium zur Amyloid- und Tau-Pathologie wurde von William James Jagust (University of California, Berkeley, USA) und dem Sprecher des Magdeburger Standortes Emrah Düzel geleitet. Ziel dieses Symposiums war es, einen Überblick über die frühen Verteilungsmuster der Amyloid- und Tau-Pathologie sowie aktuelle Neuroimaging-Daten aus fMRI-Studien mit unterschiedlichen Gedächtnisaufgaben in Alters- und Alzheimer-Demenz (AD)-Kohorten zu geben und die beteiligten spezifischen funktionellen Gedächtniswege zu beschreiben. Darüber hinaus zeigten die Wissenschaftler, wie Amyloid- und Tau-Pathologie, gemessen mittels Liquor und PET, die funktionelle Verarbeitung und Konnektivität in verschiedenen Gehirnbereichen und die damit verbundenen Gedächtnisfunktionen beim Altern und der AD beeinflussen. Durch die Verknüpfung der Pathologie mit signalspezifischen Facetten des Gedächtnisses trug dieses Symposium dazu bei, die kognitiven Auswirkung von Tau und Amyloid zu analysieren.

Gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern (z. B. Oskar Hansson, Lund University, Schweden) demonstrierten DZNE-Nachwuchswissenschaftler ihre exzellente Forschung. Ausgewählte Beiträge waren:

  • David Berron: Effects of Age and Tau Measured in CSF on Mnemonic Discrimination of Objects and Scenes in Medial Temporal Lobe Pathways (talk)
  • Matthew Betts: Relationship between locus coeruleus MRI contrast, cognition and CSF biomarkers in aging and Alzheimer’s disease (talk)
  • Emrah Düzel: Association between Neural Novelty Response and CSF Biomarkers of Alzheimer’s Disease: Anatomical Specificity and Dependence on Atrophy (talk)
  • Anne Maaß: Effects of Tau and Amyloid Deposition Measured By PET on Domain-Specific Memory Function in Old Age (talk)
  • Coraline Metzger: Relationship between Local Restingstate Activity, ß-Amyloid Deposition and Memory Performance in the Dzne - Longitudinal Cognitive Impairment and Dementia Study (DELCODE) (poster)
  • Daniel Preiß: Cortical Atrophy in AD-Related Primary Progressive Aphasia Affects the Entire Left Hemisphere Language Network (poster)

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Letzte Änderung: 12.08.2019 - Ansprechpartner:

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